Initiativen der Bühnen Graz

Die Bühnen Graz verurteilen den Krieg und sind in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine, die nichts so sehr wollen, wie wir auch: ein Leben in Frieden und Sicherheit.
  • Dafür stellen wir Spendenboxen in den Foyers unserer Häuser bei vielen Vorstellungen bereit und bitten unser Publikum um finanzielle Unterstützung der wichtigsten Hilfsprojekte.
  • Mit dem Kulturpass der Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ haben Kriegsflüchtlinge die Möglichkeit von kostenlosen Vorstellungsbesuchen in unseren Häusern. Alle Informationen dazu auf diesen Websites: www.hungeraufkunstundkultur.at und www. hakuk.st
  • Am 12. Mai 2022 kommt die interaktive, immersive Performance (X-RAY) DURCHLEUCHTET der jungen ukrainischen Regisseurin Natasha Syvanenko, die vor Krieg und Zerstörung floh und seit kurzem als assoziierte Theatermacherin am Schauspielhaus Graz arbeitet, am Schauspielhaus Graz zur Premiere (weitere Vorstellungen am 13. Mai und 28. Juni 2022).
  • Am 28. Mai 2022 findet im Next Liberty eine Benefizvorstellung von Pippi Langstrumpf statt, bei der geflohene Kinder und deren Eltern die Möglichkeit haben, in die kunterbunte Welt von Pippi und ihren Freunden einzutauchen. Einführung in ukrainischer Sprache vor Vorstellungsbeginn. Nähere Informationen dazu in allen steirischen Anlaufstellen für Flüchtlinge.
  • Detaillierte Informationen über alle Maßnahmen der Häuser der Bühnen Graz unter diesen Links: Oper Graz, Schauspielhaus Graz, Next Liberty & Grazer Spielstätten

Statement
der Direktor:innenkonferenz des österreichischen Theatererhalterverbandes und der Intendant:innengruppe der Bundesländer- und Städtetheater

"Der Krieg ist ein abnormer Zustand und die größten Erfolge, die er auch bringen mag, wiegen die Übel nicht auf, welche er verursacht."

Alexander II., Zar von Russland

Der 24. Februar 2022 markiert mit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine eine Zäsur in einem Europa, von dem wir dachten, dass die Werte von Demokratie und Freiheit selbstverständlich geworden sind und Gewalt und Übergriffe auf Nachbarstaaten ausgeschlossen sind.

Als Europäer durften wir allen Grund zur Hoffnung haben, nie mehr die alltägliche Erfahrung eines Krieges zu machen, die damit verbundene Not, das Leid kennenzulernen. Mit einem Schlag und über Nacht sieht dies nun anders aus.

Auf einmal erfahren wir, was es bedeutet, wenn Krieg in unserer Mitte Einzug hält. Ohnmacht und Sprachlosigkeit beherrschen uns. Aber dieser Krieg ist nicht nur eine Katastrophe für die Ukraine und ihre Bürger*innen, sondern auch für Europa und die ganze Welt. Und explizit auch für die russische Zivilgesellschaft.

In Gedanken sind wir bei den Menschen in der Ukraine, die nichts so sehr wollen wie wir auch: Ein Leben in Frieden und Sicherheit.

Der von Russland begonnene Krieg dient offensichtlich nicht nur russischen Machtbestrebungen, sondern zielt erkennbar auch ganz grundsätzlich auf die Idee einer offenen und freien Gesellschaft in der Ukraine, auf die Möglichkeiten für Kunst und Kultur, sich überall auf der Welt frei zu entfalten und auf den Wunsch vieler in Vielfalt und Frieden miteinander leben zu können.

Die Direktor*innenkonferenz des österreichischen Theatererhalterverbandes (TEV) und die Intendant*innengruppe der Bundesländer- und Städtetheater verurteilen den Krieg und stehen solidarisch zu all jenen, die weiter fest an diese Möglichkeiten eines vielfältigen und friedlichen Miteinanders und an die Kraft der Kultur glauben und jetzt dafür streiten müssen.

Gezeichnet

Direktor:innenkonferenz des österreichischen Theatererhalterverbandes
Intendant:innengruppe der Bundesländer- und Städtetheater