Geld regiert die Welt und daran ändert sich auch in 180 Jahren nicht viel. Gespickt mit bissigen Couplets aus dem Hause Sargnagel und Franz Solar als deren Sprachrohr, bringt Dominique Schnizer mit dem „Jux“ seinen zweiten Nestroy in die Gegenwart und auf die Bühne.

Geld regiert die Welt und daran ändert sich auch in 180 Jahren nicht viel. Gespickt mit bissigen Couplets aus dem Hause Sargnagel und Franz Solar als deren Sprachrohr, bringt Dominique Schnitzer mit dem „Jux“ seinen zweiten Nestroy in die Gegenwart und auf die Bühne.

Seit 14. dezember im schauspielhaus graz

Fotos: Lupi Spuma 

 

„Jetzt hab ich endlich die Marie“ – damit endet der neue Nestroy auf der großen Bühne des Schauspielhaus Graz. Von Anfang an dreht sich alles darum: eine nötige Erbschaft sowie die heiratswillige Nichte (Maximiliane Haß) des Gewürzkrämers Zangler (Werner Strenger). Der über beide Ohren verliebte August Sonders (Mathias Lodd) braucht dringend erstere Marie, um zweitere zu kriegen. Zumindest aus der Sicht des Gewürzkrämers, der für sein anständiges Mündel einen anständigen Mann vorsieht. Dafür gibt es konkrete Pläne, die es unter anderem vorsehen, den fleißigen Gemischtwarenverkäufer Weinberl (Franz Solar) zu seinem Associé sowie einen Ausflug in die nahe gelegene Hauptstadt zu machen.

Angesichts der bevorstehenden Beförderung und einer fast unschönen Ahnung seiner Zukunft will Weinberl – statt daheim auf dem Zangler sein Gewölb’ aufzupassen – noch ein letztes Mal Freiheit schnuppern. Mit Lehrling Christopherl (Clemens Maria Riegler) im Schlepptau verfolgt er die gleiche Destination wie sein Geldgeber: Einen Jux wollen sich die zwei machen und zwar in der Hauptstadt. Verwechslungen und Begegnungen begleitet von Verliebtheiten machen den letztlich doch recht unlukrativen Abstecher zu einem kurzweiligen Abenteuer mit dreifachem Happy End trotz (oder besser: Dank!) Todesfall.

Die Unmoral der Geschichte findet ihren Gegenpol in den einzelnen Charakteren wieder: Der neugierige Hausknecht Melchior (Rudi Widerhofer), den gar nichts mehr und zugleich alles wundert („Das ist klassisch.“), Marie, die sich dem „schicken“ Leben fügt und Weinberl, der den großherzigen Spießer karikiert, dem dann selbst die Auszeit in der Stadt eine Spur zu heftig ist. Während der erhabene Zangler als Big Spender kein Interesse daran hat, was sich „unter ihm“ abspielt, ist seine sich in Selbstmitleid suhlende Schwägerin Fräulein von Blumenblatt (Franz Xaver Zach sorgt für Lachgarantie) froh über jeden Aufreger, der ihr Witwendasein bereichert.

Authentische Kostüme und ein passend biedermeierliches Bühnenbild (Christin Treunert) werden Hand in Hand mit der 1842 geschriebenen Posse mit Gesang serviert. Bernhard Neumaier sorgt live sowie im Trio für akzentuierte musikalische Hinhörer. Einen weiteren Anker in die Gegenwart versenken die smart-reißerischen Couplets von Stefanie Sargnagel, sodass der „Jux“ heute wie damals beste Unterhaltung garantiert.

 

Weitere Infos rund ums Stück finden Sie hier

PS: Die Karten für diese Vorstellung sind sehr begehrt! Unser Tipp: Rechtzeitig Tickets sichern!

 

 

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