King A
EINE ODE AN JEDES RITTERHERZ
SCHAUSPIEL AKTIV! - DER THEATERSPIEL-CLUB "KÖNIGSKINDER" am SCHAUSPIELHAUS GRAZ
Nach Geschäftsschluss beginnt die Nachtschicht für eine Handvoll junger LagerarbeiterInnen in einem Supermarktdepot. Um ihrem Arbeitsalltag zu entfliehen, schlüpfen sie in die Figuren rund um Artus und die Tafelrunde und entwickeln ihren Traum von einer besseren Welt, in der jeder ein gleich großes Stück Anerkennung bekommt und jeder mitreden kann. Schön ist es, Ritter zu spielen. Aber wie schwierig ist es, Ritter zu sein, wenn persönliche Befindlichkeiten und mangelnde Aufstiegschancen so schwer wiegen?
„Wahres Rittertum ist die Kunst, trotz aller Hindernisse und Widerstände, seinen Idealen und Träumen treu zu bleiben und zu entdecken, dass ein Neuanfang etwas ganz anderes ist als ein Scheitern.“ Inèz Derksen
Fünf junge SpielerInnen mit Migrationshintergrund wurden für diese Produktion ausgewählt. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen erzählen sie die berühmte Legende um König Artus neu und zeichnen ein authentisches Bild einer Jugend, die sich ständig die Frage stellen muss, wie viel sie wert ist.
Mehrere Theaterautoren – Daphne de Bruin/ Bouke Oldenhof/ Rogier Schippers/ Robbie Cleiren/ Paul Jonker – die Schauspieler und die Regisseurin Inèz Derksen haben sich auf Wunsch von Het Laagland ganz eigensinnig mit der Geschichte von Artur und seinen Freunden befasst. Jeder von ihnen hat dabei einen der Scheidewege, denen die jungen Helden auf ihrem Weg begegnen, in Worte umgesetzt. Die Uraufführung fand unter der Leitung von Inèz Derksen (Konzept/ Regie) am 2002 Het Laaglandtheater in den Niederlanden statt. Es folgten viele internationale Gastspiele u. a. im deutschsprachigen Raum: Blickfelder Festival 2004, Zürich/ Bern; Schaexpir Festival 2004, Linz; Schöne Aussicht 2004, Stuttgart; Int. Children’s Theatre Festival, Edinburgh; Mai 2005, New Victory Theatre, New York. Die Deutschsprachige Erstaufführung des Stückes erfolgte 2005 am schnawwl KiJuTheater am Nationaltheater Mannheim.
King A lief zuvor im Rahmen des Festivals Kukuk vom 16.3. bis 19.4.!
Publikumsgespräch // Podiumsdiskussion am 23. Mai zu KING A (im Anschluss an die Vorstellung)
Im Anschluss an die Vorstellung KING A am 23. Juni (Beginn ist um 20 Uhr) findet eine Podiumsdiskussion / ein Publikumsgespräch zum Thema „Wie viel Mitspracherecht haben Jugendliche in der Demokratie Österreich tatsächlich?“ statt.
Moderieren wird Pia Hierzegger (u. a. Theater im Bahnhof), es diskutieren mit den Jugendlichen und ZuschauerInnen der Landtagsabgeordnete Maximilian Lercher (in Vertretung für die Landesrätin Grossmann), Heli Steinkellner, Streetworker bei der Caritas und Daniela Köck, Leiterin der Abteilung für Kinder-, Jugend- und BürgerInnenbeteiligung, beteiligung.st.
Pressestimmen:
„Um Episoden aus dem Sagenkreis von König Artus uns einer Tafelrunde nachzustellen, setzten sie Kisten und Rollwägen immer wieder neu zusammen, bauen Brücken und Kutschen, verwenden Schaufelblätter als Schilde, die Stiele als Schwerter (Bühne und Kostüme: Caroline Gross).
Mit spürbarer Begeisterung und vollem Körpereinsatz werden die Latzhosenritter von Teilnehmern des Theater-Spielclubs ‚Königskinder‘, der Jugendliche mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln über die Arbeit am Theater zusammenbringt, gespielt. […] Fragen der Verantwortung, Demokratie und Loyalität sowie eine Prise Gender-Mainstreaming stehen im Mittelpunkt dieses Ritterspiels. […] Einmal mehr entwickeln die Antagonisten, Gjon Gjergji als grobschlächtiger Kai und Sven Tomac als spitzbübischer Lanzelot, die größte Präsenz. Der Jubel des größtenteils ebenfalls jugendlichen Publikums war bei der Premiere freilich allen der zum Schlussapplaus freudestrahlenden Darsteller gewiss. Zu Recht. So mitreißende Schwertschwinger gibt es schließlich nur selten zu sehen.“
(Doran Waller, Der Standard)














