Gut gegen Nordwind
Bühnenfassung von Ulrike Zemme und Daniel Glattauer
Daniel Glattauers hinreißender Liebesroman hat bekanntlich Suchtqualität. Rund 220 Seiten, die nur aus hin und her geschickten Nachrichten bestehen. Das Internet als Postillon d’Amour! Kann so etwas funktionieren? Es kann, und wie! Und zwar auch im Theater, für das der Autor selbst eine Fassung schrieb.
Ein falsch adressiertes E-Mail stiftet den Auftakt für eine „Net-Beziehung“, die allmählich außer Kontrolle gerät. Bei Leo Leike landen irrtümlich E-Mails einer ihm unbekannten Emmi Rothner. Aus Höflichkeit antwortet er ihr. Und weil sich Emmi von ihm verbal angezogen fühlt, schreibt sie zurück. Nach anfänglichem Geplänkel entwickelt sich echte Kommunikation und in weiterer Folge eine immer intimere Freundschaft. Es beginnt zu knistern in der Leitung. Und Leos E-Mails sind gut gegen den Nordwind, der Emmi nicht schlafen lässt, wenn er bläst. Die Versuchung eines persönlichen Treffens steigt. Doch werden die gesandten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten?
Vorstellungen
| Datum | Ort | Preis |
|---|---|---|
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Do, 30. September 2010 19:30 bis ca. 20:50 |
Schauspielhaus Hauptbühne Saalplan | € 2,50 bis € 29,50 Karten kaufen Karten reservieren |
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Sa, 09. Oktober 2010 19:30 bis ca. 20:50 |
Schauspielhaus Hauptbühne Saalplan | € 2,50 bis € 29,50 Karten kaufen Karten reservieren |
Kritiken:
„Gemeinsam mit Ulrike Zemme hat Glattauer den Stoff in aller sprachlichen Brillanz für die Bühne adaptiert. Steffi Krautz und Franz Josef Strohmeier spielen ihre Rollen in der vollen emotionalen Bandbreite aus, die Bühne von Ulrike Müller bringt sympathische Bewegung. Das Stück hat sehr viel Charme und Unterhaltungswert.“
(Kronen Zeitung, Christoph Hartner, 29. September 2009)
„Steffi Krautz, als widerspenstige Emmi und Franz Josef Strohmeier – urkomisch von desinteressiert bis liebestrunken – tasten sich über Worte an. Im Nebeneinander. Das wirkt auch im gesprochenen Wort und dank der E-Mails, die über den Beamer laufen. Ein Baukasten mutiert vom Bett zur Badewanne, immerfort, immer weiter, treibt die Handlung fort.“
(Kleine Zeitung, Julia Schafferhofer, 29. September 2009)
„Steffi Krautz und Franz Josef Strohmeier erobern sich das virtuelle Paar mit viel Witz und Liebe sehr schnell in der Inszenierung von Christian Schütz. Es lohnt sich Krautz und Strohmeier in ihrem Spiel mit Distanz, Nähe und Fantasie zu besuchen."
(Der Standard, Colette M. Schmidt, 29. September 2009)