Leonce und Lenavon Georg Büchner
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Bitte beachten Sie folgende Vorstellungsabsagen: Die Produktion LEONCE UND LENA muss am Montag, den 17. Mai sowie am Samstag, den 13. Juni auf Grund eines schweren Krankheitsfalls im Ensemble ersatzlos entfallen.
Die Produktion LEONCE UND LENA wird Ende Oktober 2010 wiederaufgenommen. Termine und Tickets ab Anfang Juni an den Theaterkassen sowie unter www.schauspielhaus-graz.com - in der Rubrik Spielplan.
Bereits gekaufte Karten für den 17. Mai und 13. Juni müssen an der Theaterkasse retourniert werden.
Leonce: „O wer sich einmal auf den Kopf sehen könnte!“
Die Königskinder Leonce und Lena wurden miteinander verlobt, ohne sich zu kennen. Beide beschließen, der Hochzeit zu entfliehen. Leonce will mit dem arbeitsscheuen Bonvivant Valerio nach Italien gehen und dort als Faulpelz leben; Lena lässt sich von ihrer Gouvernante zur Flucht verleiten. Unterwegs begegnen sich die beiden – und verlieben sich in einander. In Unkenntnis der Identität des jeweils anderen erscheinen sie maskiert am Hofe von Leonces Vater und lassen sich dort verheiraten. Doch statt ihren Eltern einen Streich zu spielen, erfüllen sie so die Bestimmung, der sie hatten entgehen wollen. Gemäß dieser Determiniertheit treten sie auf der Hochzeitsfeier als „Automaten“ auf: „Nichts als Kunst und Mechanismus, nichts als Pappendeckel und Uhrfedern.“ König Peter verkündet nach der Hochzeit seinen Rücktritt, Leonce muss hinnehmen, dass nun er – wie es ihm vorherbestimmt war – Herrscher eines bis zur Stumpfsinnigkeit hörigen Volkes ist. Dennoch verkündet er zuletzt die Revolutionierung des Lebens, einen geradezu utopischen Zustand: „Wir lassen alle Uhren zerschlagen, alle Kalender verbieten und zählen Stunden und Monden nur nach der Blumenuhr, nur nach Blüte und Frucht …“
Georg Büchners Leonce und Lena ist zugleich märchenhaftes Lustspiel wie bitterböse Satire: über die politischen und sozialen Verhältnisse, über eine Langweile, die im Nichtstun besteht, über den Automatismus eines zum Ritual erstarrten Lebens.
Vorstellungen
| Datum | Ort | Preis |
|---|---|---|
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So, 24. Oktober 2010 20:00 bis ca. 21:30 |
Schauspielhaus Probebühne
Freie Platzwahl auf der Probebühne und der Ebene 3. |
€ 15,50 / € 8,50 (ermäßigt) Karten kaufen Karten reservieren |
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So, 31. Oktober 2010 20:00 bis ca. 21:30 |
Schauspielhaus Probebühne
Freie Platzwahl auf der Probebühne und der Ebene 3. |
€ 15,50 / € 8,50 (ermäßigt) Karten kaufen Karten reservieren |
Besetzung
- Regie: Bernadette Sonnenbichler
- Bühnenbild: Sabine Freude
- Kostüme: Tanja Kramberger
- Musik: Martina Eisenreich
- Dramaturgie: Andreas Karlaganis
- König Peter vom Reiche Popo: Markus Schneider
- Prinz Leonce: Sebastian Reiß
- Prinzessin Lena: Katharina Klar
- Valerio: Claudius Körber
- Rosetta; Die Gouvernante: Susanne Weber
- Der Hofmeister: Jan Thümer
Pressestimmen:
„Spielfreude und großer Körpereinsatz. Lena ist wunderbar morbid. [...] Bernadette Sonnenbichler standen für ihr ungewöhnliches und unterhaltsames Konzept adäquate Darsteller zur Verfügung. Sebastian Reiß darf zeigen, dass er einen ziemlich irren Anstrich geben und trotzdem sehr präzise agieren kann. Katharina Klar ist eine bleiche, bezaubernd gestörte Lena, die auf ihre ganz spezielle Art zu berühren vermag. Wendig und schillernd ist Claudius Körber als Valerius. Gute Leistungen auch von Susanne Weber, Markus Schneider und Franz Josef Strohmeier. Für die gelungenen Kostüme zeichnete sich Tanja Kramberger verantwortlich."
(Karin Zehetleitner, APA, 25. Jänner 2010)
„Neben Sebastian Reiß als Leonce erweist sich Katharina Klar (Lena) als vielversprechender Ensemble-Neuzugang. Ein Glanzsstück liefert Markus Schneider als König ab. Immer ein Gewinn: Susanne Weber und der stets brennende Claudius Körber."
(Christian Ude, Kleine Zeitung, 26. Jänner 2010)
„Skurril überzeichnet, mit vielen filmischen Bezügen und einem starken Ensemble präsentiert sich Bernadette Sonnenbichlers Inszenierung von Georg Büchners satirischem Lustspiel 'Leonce und Lena'. Das Ensemble läst sich mit sichtlichem Vergnügen auf die düster-skurrile Inszenierung ein, der schöne Momente gelingen.Stark ist das desilluionierende Ende. Dazu trägt das Ensemble viel bei: Sebastian Reiß als kraftvoller Leonce, Katharina Klar als morbide Lena-Wednesday, Claudius Körber als Valerius, Markus Schneider als König-Karikatur, Susanne Weber als Rosetta und Gouvernante und schließlich noch Franz Josef Strohmeier als Hofmeister genießen die Überzeichnung ihrer Figuren."
(Michaela Reichart, Kronen Zeitung, 26. Jänner 2010)
„Sonnenbichler verwandelt mit dem kongenialen Ensemble Büchners Bonmots in Theatermomente, die in ihrer überdrehten Komik genau dort landen, wo sie vor 170 Jahren abgefeuert wurden. Es lacht sich, als habe die Regie Büchners Gagschnellfuer eben erst erfunden. Wenn der Autor die Commedia dell´arte zitiert, wird hier des frühen Stummfilms gedacht, und wenn Büchner ordinär wird, braucht man dem auch 2010 nichts hinzuzufügen."
(Hermann Götz, Falter Steiermark, 27. Jänner 2010)
Videos:
