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- 19. März 2013 » GASTSPIEL: DIE RABTALDIRNDLN • SCHWARZE WOLLE
- 08. März 2013 » PREMIERE: KLYTAIMNESTRA
- 04. März 2013 » PREMIERE: LEHRERZIMMER 8020
- 12. Februar 2013 » PREMIERE: DER UNTERGEHER
- 01. Februar 2013 » YELLOW LINE Einmaliges Gastspiel
- 15. Januar 2013 » PREMIERE: LAST MAN IN GRAZ - SOCIAL ERROR -
- 10. Januar 2013 » PREMIERE: ABGESOFFEN
- 10. Januar 2013 » PREMIERE: FAUSTiN AND OUT
- 06. Januar 2013 » PREMIERE: DER EINSAME WEG
- 12. Dezember 2012 » PREMIERE: FAUST
- 09. November 2012 » PREMIERE: FRAUEN AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS
- 06. November 2012 » Zwei Mal NESTROY: Große Freude über (eigentlich) drei NESTROY-Preise für das Schauspielhaus Graz
- 25. Oktober 2012 » DAS PRINZIP STRUWWELPETER
- 15. Oktober 2012 » PREMIERE: EINE UNVERHEIRATETE FRAU ODER WIE WEIT KOMMT MAN LETZTLICH MIT DER LIEBE?
- 14. Oktober 2012 » PREMIERE: JOHN GABRIEL BORKMAN
- 13. Oktober 2012 » PREMIERE: X-FREUNDE
- 12. Oktober 2012 » PREMIERE: HAKOAH WIEN
- 04. Oktober 2012 » PREMIERE: CLAVIGO
- 27. September 2012 » PREMIERE: AMERIKA
- 25. September 2012 » PREMIERE: STAATSFEIND KOHLHAAS
Regie: Ed. Hauswirth
Am Samstag, 6. und Sonntag, 7. April, jeweils 20 Uhr, Probebühne
Einen Pfarrer gibt es schon lange nicht mehr im Rabtal und nachkommen wird dorthin sicher keiner mehr. Ungetaufte Kinder und Tote gibt es trotzdem. In diese Lücke stoßen die Rabtaldirndln und laden zur Einkehr. Sie entwerfen ihre eigenen Exerzitien und forschen nach dem versteckten Katholizismus. Die schwarze Wolle. Denn ein Leben ist lang und gefährlich.
Von & mit den Rabtaldirndln (Barbara Carli, Rosi Degen, Bea Dermond,
Gudrun Maier & Gerda Strobl)
Regie Ed. Hauswirth Dramaturgie Georg Klüver-Pfandtner Video Ulrich A. Reiterer Musik Andreas Semlitsch
Bei Angabe des Bildcredits ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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Nach der Orestie des Aischylos
Mitarbeit Michael Köhlmeier
Premiere am 15. März, 19.30 Uhr, Hauptbühne
Nachts vor den Toren der Stadt. Ein Mann steht Wache und wünscht sich in seiner Schlaflosigkeit nur eines: Veränderung. Die Dinge müssen sich ändern, so wie es ist, kann es nicht bleiben. Aber an wen soll man diesen Wunsch richten? Der Himmel und seine Götter sind fragwürdig geworden. An die Regentin der Stadt? Das ist Klytaimnestra, die Frau von Agamemnon, der mit allen wehrfähigen Männern zehn Jahre zuvor in den Trojanischen Krieg gesegelt ist und für guten Wind seine Tochter Iphigenie geopfert hat. Klytaimnestra hat sich inzwischen einen Liebhaber genommen. Wie sollte diese wankelmütige Frau eine gute Regentin sein?
So beginnt die Orestie des Aischylos. Sie erzählt von der siegreichen Rückkehr des Agamemnon und seiner Ermordung durch Klytaimnestra. Elektra, die Zeugin des Mordes an ihrem Vater wird, hasst ihre Mutter und wartet sehnsüchtig auf ihren Bruder Orest, der Blutrache nehmen soll. Er kommt und tötet seine Mutter. Dafür verfolgen ihn die uralten Göttinnen, die Erinyen, zuständig für das Prinzip der Blutrache, das letzte verlässliche Gesetz in unsicheren Zeiten. Doch die Erinyen werden von neuen, jungen Göttern bestochen und umgedreht. Die Veränderung ist da: Am Ende entscheiden die Bürger über das Schicksal von Orest. Verbrechen wird verhandelbar. Der Himmel ist leer, der Mensch trägt die Verantwortung allein.
Die Frauen der Orestie erscheinen in dieser großen „Staatsdichtung“ des Aischylos als Opfervieh, Verrückte oder triebgesteuerte Mörderinnen. Wie sie wurden, was sie sind, erzählen andere Quellen und Stücke. Gemeinsam mit Michael Köhlmeier, der gleichsam als Anwalt der Klytaimnestra auf Aischylos‘ Dichtung schaut, verfolgt Anna Badora in ihrer Bühnenversion die ungeheuerlichen Schicksale dieser Frauen – beginnend mit dem Tochtermord an Iphigenie, über die Versklavung der Troerinnen bis zur Verwandlung der Rachegöttinnen in die „Wohlmeinenden“ – die Eumeniden.
Mit
Steffi Krautz (Klytaimnestra)
Pia Luise Händler (Elektra, Troerin)
Evi Kehrstephan (Andromache, Pallas Athene, Troerin)
Katharina Klar (Kassandra, Troerin)
Martina Krauel (Hekabe)
Christoph Rothenbuchner (Orest, Herold)
Stefan Suske (Agamemnon, Richter, Volk von Argos)
Jan Thümer (Ägist, Apollon)
Thomas Frank (Thalthybios, Richter, Volk von Argos)
Sebastian Klein (Richter, Wächter, Volk von Argos)
sowie Angelina Berger, Claudia Maria Kainberger, Alina Müller, Franziska Plüschke, Noa Schmidt (Troerinnen, Erinyen)
und Viola Baur, Michael Kubat, Michaela Mense, Laura Santner, Fridolin Springer, Jan Wimmer (Kinder)
Regie Anna Badora Mitarbeit Michael Köhlmeier Bühne Raimund Orfeo Voigt Kostüme Werner Fritz Video Philipp Haupt Musik Dominik Strycharski Dramaturgie Regina Guhl Fotos Lupi Spuma
Weitere Vorstellungen am 23. März um 19.30 Uhr, am 24. März bereits um 15 Uhr sowie ab April
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof
Uraufführung am 9. März, 20 Uhr, Probebühne
„Bei den Kaufleuten von Graz fiel der Blick auf 8010, jetzt gehen wir über die Mur. Die Schule ist aus dem Gleichgewicht, heißt es. Ein Bildungsvolksbegehren und Berichte über gehäuftes Burn-out bei Lehrpersonen bestätigen das. Wir wollen herausfinden, ob das wirklich so ist, und wenn ja, wie die Situation aussieht. Und wir wollen das in 8020 Graz tun, auf der rechten Murseite der Stadt.“ (Theater im Bahnhof)
Das Theater im Bahnhof und das Schauspielhaus Graz arbeiten seit Langem immer wieder da zusammen, wo die Interessen an bestimmten Gegenständen sich treffen. In ihrer langjährigen Tradition der Stadtrecherche setzen sich die KünstlerInnen des TiB hartnäckig mit der Grazer Geschichte und der aktuellen Lebensrealität auseinander. Vor zwei Jahren thematisierte die Erfolgsinszenierung Die Kaufleute von Graz das Einzelhandelssterben in der Grazer Innenstadt. Die neue Gemeinschaftsproduktion von TiB und Schauspielhaus wirft einen Blick in den Mikrokosmos Lehrerzimmer. Aus Recherchen in Klassen- und Konferenzzimmern, Gesprächen mit LehrerInnen und ganz persönlichen Erfahrungen der Mitwirkenden während der eigenen Schulkarrieren destilliert TiB-Mitglied Lorenz Kabas gemeinsam mit dem Ensemble einen Theatertext über die aktuelle Lage an den Schulen. Frontalunterricht oder Montessori? Ganztagsschule oder Integrationsklasse? Ayran oder Pausenmilch? Das Lehrerzimmer als Spiegel der Gesellschaft, als Kristallisationspunkt öffentlicher Diskurse, von Schulalltag, Bildungspolitik bis zur Integrationsdebatte.
Mit Jacob Banigan, Beatrix Brunschko, Juliette Eröd, Pia Hierzegger, Elisabeth Holzmeister, Simon Käser, Monika Klengel, Albi Klinger, Florian Köhler, Seyneb Saleh, Franz Solar, Norbert Wally, Martina Zinner
Text Lorenz Kabas Regie Helmut Köpping Bühne & Kostüme Heike Barnard Musik Albi Klinger, Norbert Wally Dramaturgie Flori Gugger Fotos Lupi Spuma
Weitere Vorstellungen am 11., 23. und 24. März, jeweils 20 Uhr sowie ab April
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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nach dem Roman von Thomas Bernhard
Regie: Christiane Pohle
Premiere am 14. Februar, 19.30 Uhr, Hauptbühne
Ein namenloser Erzähler betritt das Gasthaus Dichtelmühle in Wankham. Von der Wirtin ist hinter dem schmutzigen Fenster zum Küchenraum nichts zu sehen. Der Erzähler stellt seine Reisetasche im Gastraum ab, und seine Gedanken beginnen zu kreisen. Er ist der Überlebende. Warum? In seinem Kopf reist er fast drei Jahrzehnte zurück nach Salzburg: Drei Pianisten, drei Freunde, eine Leidenschaft. Nur das Höchste gilt den hochbegabten Klavierstudenten am Mozarteum als wahre Kunst. Aber nur einer von ihnen ist das Genie, dem die Welt zu Füßen liegen wird. Als Glenn Gould die Goldberg-Variationen spielt, erkennen die beiden anderen, dass Goulds Genialität einzigartig ist und dass sie das selbstgesteckte Ziel nie werden erreichen können. Der eine verschenkt seinen Steinway an ein Lehrerkind und entschließt sich, „Weltanschauungskünstler“ und Autor zu werden, der andere, Wertheimer, lässt sein Klavier im Dorotheum versteigern. Gould selbst perfektioniert sein Spiel Tag für Tag, wird zum Weltstar und flieht gleichzeitig in die Einsamkeit. Zurück in der Gegenwart: Nachdem Gould mit 51 Jahren plötzlich am Klavier tot umfällt, nimmt Wertheimer sich das Leben. Jetzt stellt sich dem übriggebliebenen Freund die Frage nach einem Lebensziel zwischen Mittelmaß und Vollkommenheit neu. Er, der Überlebende, beschließt, noch einmal zum Haus Wertheimers zu gehen.
Bernhards Roman vom Klavierspieler Glenn Gould ist ein faszinierendes literarisches Spiel, in dem Authentisches und Erdichtetes ineinander fließen. Die virtuos erzählte Geschichte vom Virtuosen, der sich immer tiefer in die Einsamkeit spielt, wird von Christiane Pohle für die Bühne bearbeitet. Damit setzt die Regisseurin ihre erfolgreiche Arbeit mit Prosadichtungen von Thomas Bernhard im Theater fort.
Mit
Gerhard Balluch
Claudius Körber
Christoph Luser
Sebastian Reiß,
Birgit Stöger
Bence Földi (Pianist 1)
Simon Schuller (Pianist 2)
Dorothee Binder-Krieglstein/Sophie Horvat (Kind)
Regie Christiane Pohle Bühne & Kostüme Dorothee Curio Dramaturgie Britta Kampert Fotos Lupi Spuma
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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Juli Zeh & Charlotte Roos • Z/K/M ZAGREB • In kroatischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Am Donnerstag, 14. März, 20 Uhr, Probebühne
Irgendwo an Europas Außengrenze: Eine Kuh fällt vom Himmel und versenkt ein Fischerboot. Ein Webdesigner wird am Flughafen verhaftet, weil er die gelben Sicherheitslinien übertreten hat. Der Fischer wird von europäischen Grenzbeamten aus dem Mittelmeer gerettet und strengen Verhören unterzogen – natürlich glaubt ihm keiner die Geschichte mit der Kuh, jeder hält ihn für einen Wirtschaftsflüchtling. Derweil leidet Paul, der Webdesigner, an den straffen Regeln seiner All-inclusive-Ferienanlage: festgelegte Essenszeiten, nummerierte Liegen, vorgegebene Wege. Um endlich etwas zu erleben, kidnappt Paul eine renitente Kuh namens Yvonne, die es zu Medienprominenz gebracht hat. Er chartert ein Flugzeug, um das Tier aus Europa herauszubringen. Doch dann kommt ein Unwetter auf und der Pilot muss Yvonne über dem Mittelmeer abwerfen...
In ihrer temporeichen Komödie zeigen Juli Zeh und Charlotte Roos, wie diskret und global heutige Überwachungssysteme wirken und wie viel Freiheit wir bereit sind zu opfern, um in Sicherheit zu leben.
Das Zagrebačko Kazalište Mladih (z/k/m) zählt zu den renommiertesten Bühnen Kroatiens. Nach Gastspielen u. a. am Festival Theaterformen in Braunschweig ist die Uraufführungs-Inszenierung von Ivica Buljan erstmals in Österreich zu sehen.
Mit Hrvojka Begović, Tobias Beyer, Goran Bogdan, Jadranka Đokić, Ksenija Marinković, Frano Mašković, Lucija Šerbedžija, Slaven Španović, Nina Violić, Vedran Živolić
Regie Ivica Buljan Bühne Lovro Artuković Kostüme Ana Savić Gecan Musik Mitja Vrhovnik Smrekar Choreografie Marinko Petričević Dramaturgie Dino Pešut Licht Milan Kovačević
Bei Angabe des Bildcredits (c) MARA BRATOŠ ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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Viktor Bodó & Szputnyik Shipping Company
Ein internationales Projekt in Kooperation mit dem Schauspielhaus Graz u. a.
Uraufführung und Tourneestart am 19. Jänner, 19.30 Uhr, Hauptbühne
„Wir möchten ein rasantes Theaterstück entwickeln, das politische Führungssysteme und wirtschaftliche Anomalien nachahmt und eine Metapher auf die moderne Gesellschaft zeigt. Und wir möchten mit so vielen internationalen Theatern und Zuschauern wie möglich Ideen über soziale Trends formulieren und teilen.“ (Szputnyik Shipping Company)
Das neue Projekt der Szputnyik Shipping Company funktioniert wie ein Strategiespiel. Das Spielbrett ist die Bühne, die Spielregeln werden im Probenprozess durch Improvisation entwickelt. Es geht um Landgewinn und Machtzuwachs. Ziel des Spiels ist es, soviel Geld wie möglich anzuhäufen, eine einflussreiche Stellung zu erlangen und möglichst viele Mitspieler zu beherrschen. Alle Strategien sind erlaubt: Zanken, Schmeicheln, Betrügen – jeder entwickelt seine Taktik. Manche werden auf der sozialen Leiter hochklettern, andere werden erfolglos bleiben. Doch nicht nur die Akteure auf der Bühne sind Spielmacher, sondern auch das Publikum: Es kann abstimmen und mitentscheiden. Last Man in Graz ist eine Wanderproduktion; das Bühnenbild sind einige Kreidestriche, die Requisiten passen in wenige Koffer. An jedem Gastspiel-Theater werden SchauspielerInnen des Ensembles ins Spiel integriert. So mischen die Neuen das System auf, verändern die Geschichte und das Spielgeschehen. Nach der Uraufführung von Last Man in … am Schauspielhaus Graz zieht die Produktion weiter nach Leipzig, Mainz, Budapest, Parma und Cluj.
Viktor Bodó, langjähriger Regiegast am Schauspielhaus Graz, eröffnete die laufende Spielzeit mit Amerika nach Franz Kafka mit Schauspielern der Szputnyik Shipping Company und dem Ensemble des Schauspielhauses.
Eine Produktion der Szputnyik Shipping Company, Budapest, in Kooperation mit: Schauspielhaus Graz (A), Staatstheater Mainz (D), Hungarian Theatre of Cluj-Napoca (RO), Centraltheater Leipzig (D), Fondazione Teatro Due (IT), National Theatre Budapest (HU).
Mit
Gábor Fábián, Gabriella Hámori, Károly Hajduk, Péter Jankovics, Pál Kárpáti, Lőte Koblicska, Florian Köhler, Niké Kurta, András Lajos, Laurenz Laufenberg, Verena Lercher, Katharina Paul, Kata Pető, Seyneb Saleh, Zoltán Szabó, Jan Thümer
Regie & Autor Viktor Bodó Bühne & Kostüme Juli Balázs Sound-Design Gábor Keresztes Media-Design/Musik András Juhász & Gábor Karcis Dramaturgie Tamás Turai & Júlia Róbert
Weitere Vorstellungen am 31. Jänner, 19.30 Uhr sowie ab Mai
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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von Carlos Eugenio López
Regie: Sebastian Schug
Österreichische Erstaufführung am 11. Jänner, 20 Uhr, Probebühne
Zwei Männer unterwegs ans Meer. Jeden Samstag nehmen sie die lange Autofahrt auf sich und philosophieren über Frauen, Geld, Job und Urlaub. Und immer transportieren sie eine Leiche im Kofferraum! An sich nichts Ungewöhnliches; die beiden sind Profikiller. Aber diesmal, bei Leiche Nr. 29, ist irgendwas anders. Man kommt so ins Grübeln: „Ist Profikiller eigentlich ein normaler Beruf?” Noch dazu, wenn man für den Staat arbeitet. Die Zwei sorgen dafür, dass es so aussieht, als sei ein nordafrikanischer Immigrant ertrunken bei dem Versuch, illegal über das Meer einzuwandern. Carlos Eugenio López‘ vielbeachteter Text spannt den Bogen von den Unsicherheiten und der Wut des kleinen Mannes zu großen politischen Zusammenhängen nationaler Identität und europäischer Abschottung. Man lauscht zwei naiven Outsidern, wie sie sich auf ihrem Trip durch die Nacht die Welt erklären: Nicht immer klug, mal derb und blauäugig, dann wieder charmant, nachdenklich, voller Situationskomik und schwarzem Humor. Denn eins ist klar: „Es will mir einfach nicht in den Kopf, wie leicht es ist, jemanden zu töten” – „Ich finde, es ist das Normalste auf der Welt. Leben ist viel schwieriger!”
Der Roman Abgesoffen hat keinen Erzähler, keine Beschreibung zu Ort und Handlung. Als atemloser Dialog ohne Regieanweisungen liefert er das perfekte Material für ein erfindungsreiches Spiel auf der Bühne, bei dem die beiden Figuren ihre Welt durch Worte entwerfen.
Regisseur Sebastian Schug inszeniert einen Abend, der die Widersprüche unseres globalisierten Alltags schildert.
Mit Julius Feldmeier & Florian Köhler
Regie Sebastian Schug Bühne & Kostüme Thea Hoffmann-Axthelm Dramaturgie Christian Mayer
Weitere Vorstellungen am 17. und 29. Jänner, 6., 11. und 15. Feburar, jeweils 20 Uhr sowie ab März
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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von Elfriede Jelinek
Regie: Philip Jenkins
Österreichische Erstaufführung am 13. Jänner, 20.30 Uhr,
Ebene 3
Eine Frau im Verlies: Margarethe, von Faust verführt, wurde zur Kindsmörderin und dann zum Tode verurteilt. Im Kerker wartet sie auf ihre Hinrichtung. Elfriede Jelinek nimmt die Gretchentragödie als Ausgangspunkt für ihr „Sekundärdrama“, ein Begleitstück, das nur im Zusammenhang mit Goethes Faust gezeigt werden darf. Sie verwebt in ihrem Text den klassischen Stoff mit Fällen von eingekerkerten Frauen und ihren Peinigern aus der jüngsten österreichischen Geschichte. So filtert Elfriede Jelinek aus wohlbekannten und -behüteten Satzgebilden und Gedankenmustern den ideologischen Bodensatz heraus. Aus dem einen Gretchen werden zwei Protagonistinnen, die zitieren und spotten, verführen und anklagen, die Täterinnen und Opfer zugleich sind. Und die Gretchenfrage lautet jetzt: „Sollen wir das mit der Religion auch noch bringen?“
In Jelineks exzessivem Faust-Kommentar wird das Ungeheuerliche im Menschen ebenso sichtbar wie das Menschliche in der Ungeheuerlichkeit – „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen, oder?“
Mit
Verena Lercher (FaustIn & zweite GeistIn) & Seyneb Saleh (die andere FaustIn & GeistIn)
Regie Philip Jenkins Bühne & Kostüme Sabine Ebner Dramaturgie Britta Kampert & Christian Mayer Assistenz Georg Kienberger Technische Einrichtung Ruth Konrader
Weitere Vorstellungen am 17. und 25. Jänner, am 6. und 27. Februar, jeweils 20.30 Uhr sowie ab März
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von Arthur Schnitzler
Regie: Ingo Berk
Premiere am 10. Jänner, 19.30 Uhr, Hauptbühne
Sie waren gemeinsam jung. Doch das ist über zwanzig Jahre her. Jetzt begegnen sie einander wieder: Julian Fichtner war damals ein vielversprechender Maler, Stephan von Sala hat seine Offizierslaufbahn zugunsten der Schriftstellerei aufgegeben, und Wegrat – inzwischen Akademieprofessor – hat sich mit einem bürgerlichen Leben als „Kunstbeamter“ zufrieden gegeben. Es waren unübersichtliche Zeiten, damals. Fichtner hatte eine verhängnisvolle Affäre mit Gabriele; zugunsten seiner Karriere ließ er sie jedoch sitzen und verschwand. So heiratete Gabriele den grundanständigen Wegrat und zog mit ihm die beiden Kinder Felix und Johanna groß.
Nun holt sie die Vergangenheit wieder ein: Die wilden Zeiten von damals sind vorbei, die Künstlerträume sind ausgeträumt, die kühnsten Hoffnungen enttäuscht. Gabriele liegt im Sterben, und Fichtner taucht nach jahrelanger Abwesenheit wieder auf. Er sucht die Nähe zum jungen Felix, doch dieser wendet sich von ihm ab, fest entschlossen, in ein anderes Leben aufzubrechen. Auch Stephan von Sala möchte alle Brücken hinter sich einreißen und sich einer wissenschaftlichen Exkursion nach Asien anschließen. Ein verzweifelter Wunsch, denn er ist todkrank. Johanna kann den Gedanken an seinen nahen Tod nicht ertragen und gesteht ihm ihre Liebe – eine Liebe, die unerfüllt bleiben wird. Die Schauspielerin Irene Herms ist ebenfalls unglücklich. Enttäuscht von ihrem Leben für die Kunst, sehnt sie sich nach einer bürgerlichen Existenz mit Kind.
Arthur Schnitzler weitet mit Der einsame Weg das Künstlerdrama zum sozialkritischen Gesellschaftsporträt aus. Mit feiner Melancholie schildert er das Ringen um Karriere und Lebensziele, enttarnt Lebenslügen und Selbstbetrug und zeigt, dass die Flucht vor der Vergangenheit in einer Sackgasse enden muss. Jeder ist für sich und sein Leben verantwortlich – jeder geht seinen einsamen Weg.
Mit
Professor Wegrat: Gerhard Balluch
Gabriele, seine Frau: Steffi Krautz
Felix: Christoph Rothenbuchner
Johanna: Pia Luise Händler
Julian Fichtner, Maler: Franz Xaver Zach
Stephan von Sala: Stefan Suske
Irene Herms: Steffi Krautz
Doktor Franz Reumann: Franz Solar
Regie Ingo Berk Bühne Damian Hitz Kostüme Eva Krämer Musik Patrik Zeller Dramaturgie Flori Gugger Licht Thomas Trummer
Weitere Vorstellungen am 15. und 23. Jänner, 7., 15., 16. und 27. Februar, jeweils 19.30 Uhr sowie ab März
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von Johann Wolfgang von Goethe
Regie: Peter Konwitschny
Premiere am 15. Dezember, bereits um 19 Uhr, Hauptbühne
Ein depressiver Hochgebildeter wird durch das Versprechen immer neuer Sensationen vom Selbstmord abgehalten. „Wir reisen“, sagt der Teufel, „wohin es Dir gefällt. Wir sehen erst die kleine, dann die große Welt“. Die kleine Welt ist die der Sinnlichkeit – an deren Ende das missbrauchte Gretchen stirbt. Die große Welt ist Gegenstand von Faust II: die Welt der Politik, der modernen Ökonomie und Wissenschaften, der virtuellen Reisen, die die alte Magie ablösen.
Faust erfindet das Papiergeld als Fake-Währung für einen bankrotten Kaiser. Er erlebt die Schaffung des künstlichen Menschen. Er reist in einen Vergnügungspark der Antike und findet dort die schöne Helena – das abendländische Weiblichkeitsidol schlechthin – und natürlich eine Schimäre. Mit ihr erlebt er ein kurzes Kleinfamilienglück – bis ihr gemeinsames Kind, der hyperaktive Euphorion, stirbt. Danach bleibt ihm nur noch eines: Bändigung der Elemente und Schaffung einer neuen Zivilisation. Faust wird Planer und Bauherr eines megalomanen Kolonisierungsprojektes. Im Zuge dessen gehen einige Leute über Bord, in diesem Fall sind das Philemon und Baucis – Kollateralschäden. Und noch im Moment des eigenen Todes treibt er seine Arbeiter an und wähnt sich als Herrscher über die selbsterschaffene Welt.
Peter Konwitschny inszeniert in einer komprimierten Fassung die kritischen Gelenkstellen der gesamten Faust-Karriere an einem Abend. Burgschauspieler Udo Samel gibt den Mephistopheles, Jan Thümer den Faust und Katharina Klar das Gretchen. Nach Shakespeares König Lear im Jahr 2009 ist Faust die zweite Arbeit des Regisseurs am Schauspielhaus Graz.
Mit
Faust: Jan Thümer
Mephistopheles: Udo Samel
Margarethe: Katharina Klar
Helena: Birgit Stöger
Kaiser: Thomas Frank
Heermeister, Wanderer: Simon Käser
Schatzmeister: Sebastian Klein
Wagner, Kanzler: Claudius Körber
Philemon: Rudi Widerhofer
Baucis: Gerti Pall
Hexe: Birgit Stöger
Lynkeus: Katharina Klar
Special Guest: Ahne
Partygäste, Personal der Burlesque-Show: Christina Cervenka, Bettina Langehein, Lisa Schützenberger, Tamara Semzov
Euphorion: Kilian Alexander Langner, David Rauchenberger
Regie Peter Konwitschny Bühne & Kostüme Johannes Leiacker Musik Johannes Harneit Choreographie Kai Stöger Dramaturgie Regina Guhl, Marion Hirte
Weitere Vorstellungen am 18. und 22. Dezember, 4., 16. und 17. Jänner, 6. Februar, jeweils 19 Uhr, sowie ab März
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Ein neues Musical • Jeffrey Lane (Buch) & David Yazbek (Musik & Liedtexte) nach dem Film von Pedro Almodóvar • Deutsch von Kevin Schroeder
Original Broadway Produktion von Lincoln Center Theater, New York City, 2010 Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben Verlag, Berlin
Deutschsprachige Erstaufführung am 10. November 2012 um 19.30 Uhr, Hauptbühne
Ein Nachmittag im flirrenden Madrid am Ende der schrillen 80er Jahre und drei Frauen, die enttäuscht von der Liebe an den Rand eines Nervenzusammenbruchs treiben. Die Schauspielerin Pepa (Pia Luise Händler) wird von ihrem Liebhaber Iván (Franz Xaver Zach) auf höchst uncharmante Art verlassen – er hat ihr ein paar lapidare Abschiedsworte auf den Anrufbeantworter gesprochen. Ivans Ex-Frau Lucía (Steffi Krautz), die auch nach fast 20 Jahren Psychiatrie noch nicht über die Trennung hinweg ist, will vor Gericht mehr als nur eine offene Aussprache mit Iván erzwingen. Pepas beste Freundin Candela (Evi Kehrstephan) – das „klügste Model“ Madrids – hat ebenfalls Männerprobleme – ihr aktueller Lover, ein schiitischer Terrorist, ist mit einem Granatengürtel losgezogen, um die Stadt in Schutt und Asche zu legen.
Um dieses zwischen Mordlust, Verzweiflung und Panik schwebende Trio, versammelt sich eine Gruppe nicht weniger schräger Figuren: neben dem unwiderstehlichen Iván noch sein stotternder Sohn Carlos (Wojo van Brouwer) und dessen Freundin Marisa (Julia Jelinek), die nach fünf Jahren keuscher Verlobungszeit nun endlich bei seiner Mutter ausziehen wollen, außerdem die Anwältin Paulina (Verena Lercher), deren (noch) geheimes Liebesleben ihre Karriere gefährdet, dazu eine selbsternannte Concierge (Gerti Pall) mit besonders gutem Draht zum lieben Gott und schließlich ein herzensguter Taxifahrer (Florian Köhler), der zu seinem großen Vergnügen in immer wildere Verfolgungsjagden durch sein geliebtes Madrid verwickelt wird.
Erst ein Krug Gazpacho – kein Zaubertrank, sondern eine eiskalte spanische Gemüsesuppe – bringt am Ende, dank der besonderen Rezeptur, für alle überhitzen Gemüter ein wenig Abkühlung.
Mit
Pia Luise Händler (Pepa)
Verena Lercher (Paulina)
Steffi Krautz (Lucía)
Franz Xaver Zach (Iván)
Florian Köhler (Taxifahrer)
Wojo van Brouwer (Carlos)
Evi Kehrstephan (Candela)
Gerti Pall (Concièrge)
Franz Solar (Regisseur, Arzt, Richter, Hauptkomissar, Nachrichtensprecher, Art Director)
Florian Kaufmann (Regieassistent, Arzt, Richter, Kriminialbeamter, Nachrichtensprecher, Art Dir. Assistent)
Juliette Eröd (Cristina)
Julia Jelinek (Marisa)
Martin Gerdenitsch (Malik)
Bernhard Neumaier (Musikalische Leitung)
Simon Schuller (Keyboards)
Patrick Dunst (Holzblasinstrumente)
Gernot Strebl (Holzblasinstrumente)
Axel Mayer (Trompete)
Karl-Heinz Tappler (Horn)
Reinhold Kogler (Gitarre)
Michael Ringer (Bass)
Klaus Fürstner (Schlagzeug)
Regie Bernadette Sonnenbichler Musikalische Leitung Bernhard Neumaier Bühne Jens Burde Kostüme Tanja Kramberger Choreographie Otto Pichler Video Evil Frog OG Licht Thomas Trummer Dramaturgie Britta Kampert
Weitere Vorstellungen am 21. und 24. November, jeweils 19.30 Uhr und am 25. November um 15 Uhr, am 6., 7. und 12. Dezember, jew. 19.30 Uhr, am 31. Dezember, 20 Uhr sowie ab Jänner.
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Die Spannung war groß, denn gleich in vier bzw. fünf Kategorien war das Schauspielhaus Graz bei den 13. NESTROYs vertreten:
Als Beste Bundesländeraufführung wurde gestern Abend in Wien Anna Badoras Inszenierung von Daniel Kehlmanns erstem Theaterstück geehrt: Die Uraufführung GEISTER IN PRINCETON, die Eröffnungsinszenierung der vergangenen Saison (GEISTER IN PRINCETON war noch in zwei weiteren Kategorien nominiert – Steffi Krautz als Beste Schauspielerin und Johannes Silberschneider als Bester Schauspieler).
Als Bestes Stück – den Autoren-Preis NESTROY erhielt Daniel Kehlmann, was bereits im Vorfeld bekannt war – wurde ebenfalls GEISTER IN PRINCETON ausgezeichnet.
Claudius Körber darf sich seit gestern Abend ‚österreichischer Publikumsliebling‘ nennen, denn die Zuschauerinnen und Zuschauer, das Publikum der jeweiligen Theater und natürlich darüber hinaus, hatten die Möglichkeit, online oder auf dem Postweg ihre Favoritin oder ihren Favoriten für den Publikumspreis aus mehr als 20 großartigen Schauspielerinnen und Schauspielern zu wählen. Das Grazer Ensemblemitglied Claudius Körber, zur Zeit in Viktor Bodós Inszenierung AMERIKA und ab 15.12. auch in Peter Konwitschnys Inszenierung von FAUST zu sehen, holte sich die meisten Stimmen und damit einen weiteren NESTROY nach Graz. Ein besonderer Dank gilt dafür den Zuschauerinnen und Zuschauern, die diesen Preis ermöglicht haben!
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, herzliche Grüße aus der Pressestelle, Martina Maier und Anna Röckl
SCHAUSPIELHAUSGRAZ
Mag. Anna Röckl
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Schauspielhaus Graz
8010 Graz - Hofgasse 11
T: +43-316-8008-3212
F: +43-316-8008-3488
BILDER:
Gastspiel des Mezzanin Theater
Ausgezeichnet mit dem Theaterlandpreis 2012 beim Festival bestOFF Styria!
In Kooperation mit KünstlerInnen aus unterschiedlichen Kunstsparten präsentiert das Mezzanin Theater eine Collage aus frei bearbeiteten Episoden des Struwwelpeters.
Die Vorgehensweise des Kinderbuchs Der Struwwelpeter passt scheinbar nicht zu heutigen liberalen Erziehungskonzepten. Als Hohes Lied der Grenzüberschreitung gelesen aber ist dieser Klassiker der „Schwarzen Pädagogik" zeitlos, ein subversives Lehrbuch für radikalen Eigensinn, kreativen Regelverstoß und tollkühne Konsequenzverachtung.
Unter Aufsicht des bösen Friedrich:
- sucht Dr. Schneider nach einem neuen Daumen
- wird Paulinchen sich entscheiden ob sie soll oder nicht
- stößt beim Zappelphilipp Straßentanz Logobi auf
Dada und Gaga
- fragt man sich, was die ganzen Besen hier sollen
- bekommt der Suppenkaspar nur japanische Suppe…
Konzept & Regie Hanspeter Horner
Konzept, Regie, Schauspiel Martina Kolbinger-Reiner
Musik-Performance Anton Berman, Alexander Scheiderer
Schauspiel Renate Fast, Mario Garzaner, Annegret Janisch, Verena Kiegerl, Erwin Slepcevic
Tanz Yukie Koji
Bildende Kunst Johanna Reiner, Johannes Hoffmann
Film Stefan Schmid
Bei Angabe des Bildcredits (c) Nestroy / (c) Mezzanin ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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Ein Solo mit Birgit Stöger
Regie: Ed. Hauswirth
Uraufführung am 21. Oktober 2012 um 20.30 Uhr, Ebene 3
Jean-Luc Godards 60er-Jahre Spielfilm „Eine verheiratete Frau“ zeichnet das Bild einer Frau in einer von Männern dominierten Welt – verheiratet und vom Geld des Mannes abhängig. Anders als heute, wo Ehe und Patchwork-Konstruktionen offensichtlich individuell gestaltet werden. Doch bleibt vielen Frauen oft nur die zweifelhafte Freiheit, den Druck der Familien- und Arbeitswelt allein zu tragen. Für eine alleinerziehende Schauspielerin beispielsweise ist der Alltag kaum zu bewältigen. Bleibt die Kunst also nur den flexiblen Frauen ohne Kinder vorbehalten? Wie ist es in anderen Berufen? Vor der Folie einer unverheirateten Frau werden die sozialen und ökonomischen Grundvereinbarungen zwischen Frauen und Männern untersucht: Geld, Zeit und soziale Rollenbilder. Was bleibt zwischen Schauspielerin, Mutter, Partnerin, Geliebten? Falls überhaupt etwas bleibt.
Mit Birgit Stöger
Regie Ed. Hauswirth Dramaturgie Regula Schröter, Flori Gugger Fotografie Anke Barnard
Weitere Vorstellungen am 27. Oktober, 16. und 30. November sowie ab Dezember, jeweils 20.30 Uhr
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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von Henrik Ibsen
In Kooperation mit dem Theater in der Josefstadt, Wien
Premiere am 24. Oktober um 19.30 Uhr, Hauptbühne
Die Kooperation mit dem Theater in der Josefstadt, Wien, bringt Helmuth Lohner zurück ans Schauspielhaus Graz. In Henrik Ibsens JOHN GABRIEL BORKMAN steht er neben Nicole Heesters und Heribert Sasse (beide sind neben Regisseur Goerden für einen Nestroy 2012 nominiert) auf der Hauptbühne.
Mit waghalsigen Transaktionen hat der ehemalige Bankdirektor John Gabriel Borkman (Helmuth Lohner) seine Bank in den Ruin getrieben und neben dem Geld seiner Kunden auch sein gesamtes eigenes Vermögen verspekuliert. Nicht die Gier nach Reichtum trieb ihn an, vielmehr hatte er das Allgemeinwohl der Gesellschaft vor Augen. Nach fünf Jahren im Gefängnis und acht Jahren in selbstgewählter Isolationshaft wartet Borkman – verbittert über das an ihm begangene Unrecht – vergeblich auf seine Rehabilitierung. Seine Gattin Gunhild (Nicole Heesters) hat ihm den Skandal nie verziehen. Sie setzt alle Hoffnung auf ihren Sohn Erhart, der Karriere machen und die Familienehre wieder herstellen soll. Doch dieser wehrt sich gegen die Vereinnahmung durch den Rest der Familie, die alle etwas anderes mit dem Jungen vorhaben. Als dann eines Winterabends Gunhilds todkranke Zwillingsschwester Ella Rentheim auftaucht, von der die Familie seit dem Bankrott finanziell abhängig ist, beginnt ein erbitterter Kampf um den Sohn des Hauses. Schon einmal haben sich die Schwestern um einen Mann gestritten: um John Gabriel Borkman, der seine Liebe zu Ella geopfert und Gunhild geheiratet hat, um sich den Weg für seine Karriere als Bankdirektor zu ebnen.
Elmar Goerden inszeniert Ibsens Appell ans Bürgertum zu verantwortungsvollem Handeln innerhalb von Familie und Gesellschaft.
Mit
Helmuth Lohner (John Gabriel Borkman)
Nicole Heesters (Gunhild Borkman, seine Frau)
Martin Bretschneider (Erhart Borkman, deren Sohn, Student)
Andrea Jonasson (Ella Rentheim, Gunhilds Zwillingsschwester)
Maria Köstlinger (Fanny Wilton, eine junge Witwe)
Heribert Sasse (Vilhelm Foldal, Hilfsschreiber)
Raphaela Möst (Frida Foldal, seine Tochter)
Regie Elmar Goerden Bühne Silvia Merlo & Ulf Stengl Kostüme Lydia Kirchleitner
Weitere Vorstellungen am 25. und 27. Oktober, jeweils 19.30 Uhr und am 28. Oktober um 18 Uhr, sowie ab November
Bei Angabe des Bildcredits (c) Erich Reismann ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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von Felicia Zeller
Premiere am 23. Oktober um 20 Uhr, Probebühne
Bildhauer Peter Pilz muss seine Skulpturenserie ‚X Freunde’ dringend fertig stellen, doch er ist blockiert. Ausgerechnet die Skulptur des letzten Freundes will ihm nicht gelingen. Anne Holz ist hingegen auf Erfolgskurs. Als Chefin ihrer eigenen Politik- und Unternehmensberatung von ‚Private Aid‘ will sie alles perfekt machen und arbeitet auch im Urlaub heimlich weiter. Ihr Ehemann Holger Holz – momentan arbeitslos – geht keiner geregelten Arbeit mehr nach. Unfreiwillig wird er in Annes hektischen Alltag zwischen Meetings, Erfolgsdruck und Deadlines hineingezogen, bis es ihn aus der Bahn wirft.
Felicia Zeller nimmt in X-FREUNDE die Stressgesellschaft ins Visier. Sie verdichtet Alltagsfloskeln, Tweets und halbfertige Gedankenfetzen zu einem Sprachfeuerwerk über den bemerkenswerten Wahnsinn der Gegenwart.
Mit Florian Köhler, Evi Kehrstephan, Simon Käser
Regie Judith Wille Bühne & Kostüme Denise Heschl Dramaturgie Christian Mayer
Weitere Vorstellungen am 29. Oktober sowie am 2., 12. und 22. November, jeweils um 20 Uhr.
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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von Yael Ronen (Konzept & Regie)
Premiere am 13. Oktober um 19.30 Uhr, Hauptbühne
Der israelische Vizeleutnant Michael Fröhlich wird mitten aus einem Einsatz in Ramallah abberufen und nach Wien geflogen. Er soll das lädierte Bild seiner Armee, aufpolieren, indem er Vorträge hält. Er spricht ein wenig Deutsch und er hat Charme, das muss reichen. Den ersten Vortrag hält er auch. Doch wird ihm bewusst, wie viel er verschweigt. Dann geschehen mehrere Dinge, die ihn aus der Bahn werfen. Er erlebt zum ersten Mal einen Alltag ohne Kriegsbedrohung, in einem Land, wo die Sirenen nur noch für zivile Katastrophenfälle getestet werden. Eine Österreicherin namens Michaela hat ihn auf Facebook geaddet, weil sich im Nachlass ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter ein Foto fand, das auf deren Verbindung mit Wolf Fröhlich, dem Großvater von Michael hinweist. Ihm wird bewusst, dass er über das Leben seines Großvaters, dessen Vorfahren Wiener Juden waren, nichts weiß. Er macht sich auf die Suche nach dem alten Familiensitz in Wien und trifft dabei in einer Sportbar einen Hooligan mit Stadionverbot, der in eben dieser Wohnung lebt. Und als Michael diesen nach Hause begleitet, erscheint ihm sein Großvater – leibhaftig. Ein Produkt seiner überreizten Phantasie? Eine posttraumatische Störung? Denn Michael ist inzwischen untergetaucht, will nicht mehr zurück. In der Wohnung findet er eine Tasche voller Pokale und Zeitungsausschnitte, die seinen Großvater als Spieler der legendären Fußballmannschaft des jüdischen Sportclubs „Hakoah Wien“ zeigen ...
Die Autorin und Regisseurin Yael Ronen zählt zu den prominentesten und provokantesten jungen TheaterkünstlerInnen Israels. Ihre Produktion Third Generation mit israelischen, palästinensischen und deutschen Schauspielern der dritten Generation nach der Shoah war ein Sensationserfolg – und traf wegen der palästinensischen Beteiligung auf großen Widerstand in Israel.
Mit Knut Berger, Julius Feldmeier, Sebastian Klein, Michael Ronen, Birgit Stöger
Konzept & Regie Yael Ronen Bühne Fatima Sonntag Kostüme & Choreographie Moria Zrachia Dramaturgie Regina Guhl, Irina Szodruch
Weitere Vorstellungen am 16., 20. und 31. Oktober und ab November, jeweils 19.30 Uhr, Hauptbühne
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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von Johann Wolfgang von Goethe
Premiere am 5. Oktober um 20 Uhr, Probebühne
Liebe oder Karriere? Johann Wolfgang von Goethe stellt seinen Titelhelden Clavigo vor die alles entscheidende Frage.
Clavigo kämpft. Der talentierte und ehrgeizige junge Journalist steht mit seiner Wochenschrift „Der Denker“ am Beginn einer glanzvollen Karriere. Für bessere Aufstiegschancen bricht er seine wenig prestigeträchtige Verlobung mit der Französin Marie Beaumarchais. Dazu geraten hat ihm sein Künstlerfreund Carlos. Doch plagen ihn Schuldgefühle, denn es ist eine Entscheidung um der Karriere willen und gegen sein Herz. Vom heraneilenden Bruder Maries zur Rede gestellt, unterschreibt Clavigo ein Reuegelöbnis und erklärt sich bereit, sein Eheversprechen einzulösen. Marie, die Clavigo immer noch liebt, vergibt ihm und das Happy End scheint zum Greifen nah. Doch Carlos setzt eine Intrige in Gang und bewegt Clavigo erneut zum Wortbruch, da außerordentliche Menschen persönliche Verpflichtungen ihrer Bestimmung unterzuordnen hätten. Clavigo rudert zurück und die Tragödie nimmt ihren Lauf…
Mit Christoph Rothenbuchner, Simon Zagermann, Simon Käser, Seyneb Saleh, Anna Rot
Regie Alexandra Liedtke Bühne & Kostüme Falko Herold Dramaturgie Flori Gugger
Weitere Vorstellungen am 10., 12., 19. und 30. Oktober, jeweils ab 20 Uhr sowie ab November, Probebühne
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorafreien Verwendung freigegeben.
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nach dem Roman von Franz Kafka
Premiere am 28. September um 19.30 Uhr, Hauptbühne
Amerika – für den jungen Karl Roßmann zuallererst eine verwirrende Welt, in der es schwer fällt, eine neue Heimat zu finden. Die Aussichten auf ein Leben an der Seite seines Onkels, eines Selfmademillionärs in New York, zerstreuen sich bald und Karl gerät an die zwielichtigen Landstreicher Robinson und Delamarche. Die Arbeit als Liftboy verspricht ihm Unabhängigkeit – aber Karl verliert die Stelle und gerät in die Fänge der ungeheuerlichen Brunelda. Mit sympathischer Naivität und großem Mut meistert Karl alle Abenteuer – und bald winkt ihm das ganz große Glück...
Abermals verzaubert der ungarische Regisseur Viktor Bodó (zuletzt „Ein Sommernachtstraum“) mit seinen erfindungsreichen, lustvollen Theaterbildern. Für Graz hat er mit seiner Szputnyik Shipping Company und dem Ensemble des Schauspielhauses eine Bühnenversion von Franz Kafkas unvollendetem Roman erarbeitet.
Mit Gerhard Balluch, Gábor Fábián, Thomas Frank, Péter Jankovics, Katharina Klar, Claudius Körber, András Lajos, Katharina Paul, Kata Petö, Stefan Suske, Zoltán Szabó, Jan Thümer, Ferenc Simon Tóth
Regie Viktor Bodó Bühne Juli Balázs Kostüme Fruzsina Nagy Musik Klaus von Heydenaber, Gábor Keresztes Licht Tamás Bányai Dramaturgie Christian Mayer, Anna Veress
Weitere Vorstellungen am 2., 4., 6., 7., 10., 17. und 19. Oktober, jeweils 19.30 Uhr sowie ab November, Hauptbühne
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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von István Tasnádi nach Heinrich von Kleist
Premiere am 30. September um 20 Uhr, Probebühne.
Wie jedes Jahr erobern Schauspielschüler der Kunstuniversität Graz die Probebühne im Schauspielhaus. Heuer mit einer aktuellen Version des Kleist-Klassikers Michael Kohlhaas. Die humorvolle Adaption des ungarischen Dramatikers István Tasnádi bietet eine rasante Spielvorlage: Machtmissbrauch, Behördenwillkür und Freunderl-Wirtschaft treiben den erfolgsverwöhnten Pferdehändler Michael Kohlhaas in einen blutigen Rachefeldzug gegen Herrscher und Staat. Der Regisseur Stefan Behrendt präsentiert damit nach Punk Rock und Alle sieben Wellen bereits seine dritte Arbeit am Schauspielhaus Graz.
Mit: Angelina Berger, Felix Breuel, Maria Burghardt, Dominik Jedryas, Claudia Maria Kainberger, Daniel Langbein, Oliver Lau, Josef Mohamed, Alina Müller, Christian Neuhof, Franziska Plüschke, Lukas Stöger
Regie Stefan Behrendt Bühne und Kostüme Mareile Krettek Dramaturgie Britta Kampert
Weitere Vorstellungen am 6., 15. und 31. Oktober, jeweils um 20 Uhr sowie ab November.
Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.
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