Der Mann von La Mancha |
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Ein Musical von Dale Wassermann
Musik von Mitch Leigh
Gesangstexte von Joe Darion
Inszenierung der Uraufführung von Albert Marre
Deutsch von Robert Gilbert
Nächste Vorstellung:
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Kurzvideo DER MANN VON LA MANCHA, Video: Roland Renner
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Erstmals seit 12 Jahren ist es wieder soweit: Die Oper Graz bespielt die Open-Air-Bühne der Kasematten mit einem Musical. Die Premiere von „Der Mann von La Mancha“ ist am 24.Juni 2012.
Josef Ernst Köpplinger, fast schon so etwas wie der Grazer Hausregisseur für Musicalerfolge, schart für diese Musical-Version der Don-Quixote-Geschichte wieder ein Dream-Team um sich, wirkungsvoll unterstützt von Nicole Weber, die die Co-Regie übernimmt.
Erwin Windegger, der in Graz schon u.a. als Inspector Javert in „Les Misérables“ oder als Filmstudioboss in „Singin‘ in the Rain“ brillierte, ist der Titelheld Don Quixote. Seinen Freund Sancho Pansa spielt ein weiterer Publikumsliebling: Daniel Prohaska, hier u.a. schon als Jesus in „Jesus Christ Superstar“ oder jüngst als Don Lockwood in „Singin‘ in the Rain“ gefeiert. Carin Filipčić, die dritte im Bunde der Musicalstars, wird als Aldonza und Dulcinea zu sehen sein.
Und natürlich spielt das Grazer Philharmonische Orchester, diesmal im erstmals bespielten Orchestergraben der Kasematten und unter der Leitung von Michael Brandstätter.
Spielort und Geschichte dieses Musicals ergänzen sich bei „Der Mann von La Mancha“ und den Kasematten perfekt, denn schließlich spielt das Stück im Gefängnis: Die spanische Inquisition wirft den Dichter Miguel de Cervantes ins Gefängnis. Dort stellt er mit seinen zwielichtigen Mitgefangenen Szenen aus seinem Romanmanuskript des „Don Quixote“ dar. Cervantes selbst schlüpft in die Rolle des alternden Edelmanns Don Quixote, der gegen das Böse zum Kampf zu Felde zeiht, wobei ihn sein Diener Sancho Pansa tatkräftig unterstützt. Eine Windmühle wird zum „Großen Zauberer“, zum Erzfeind Don Quixotes, und in der derben Aldonza glaubt Don Quixote, die Prinzessin Dulcinea gefunden zu haben ...
Premiere
24. Juni 2012, 20.30 Uhr, Kasematten
Weitere Vorstellungen
26.6., 28.6., 3.7., 4.7., 5.7., 6.7., 8.7., 10.7., 11.7., 13.7., 14.7. und 15.7.
Beginn jeweils 20.30 Uhr
Was passiert bei Schlechtwetter am Tag der Vorstellung?
„Der Mann von La Mancha“ ist eine Open-Air-Veranstaltung, findet jedoch auch bei unbeständiger Witterung und bei Regen statt. Denn das verschiebbare „Cabrio-Dach“ auf den Kasematten hält selbst Wolkenbrüchen stand.
Dennoch kann es abends empfindlich kühl werden. Wir empfehlen unseren Gästen daher, für alle Fälle warme Kleidung mitzunehmen.
Zusätzlich werden vor Ort Decken (Eingang C+D) gegen eine Leihgebühr von € 1,- zur Verfügung gestellt.
Kritik
"Mann von La Mancha": Ein Musical ohne Patina
Der Grazer Oper gelang ein wunderbarer Abend auf den Kasematten: "Der Mann von La Mancha" lässt träumen, staunen und hoffen.
Das Ambiente ruft nach dem "Mann von La Mancha": Die Grazer Oper besann sich nach einem Jahrzehnt wieder der Kasematten und hätte dafür kein idealeres Musical als Sommerproduktion aussuchen können.
Das Gemäuer ist kein Kerker der Inquisition, sondern ein Gefängnis unserer Tage - ist es doch leider nicht gestrig, dass ein Schriftsteller aus politischen Gründen eingesperrt wird. Mit seinen Mitgefangenen erweckt er seinen Roman "Don Quijote" zum Leben; sie werden in ihrer ungewissen Lage zu Mitwirkenden und erfahren dabei neue Perspektiven auf sich selbst. Das Spiel weckt, was hinter den Aggressionen verschüttet war: Gefühl und Mitgefühl.
Musical-Spezialist Josef Ernst Köpplinger und sein exzellenter Choreograf Boris Nebyla bringen das 1965 in New York uraufgeführte Stück ohne jegliche Patina auf die in die Mitte gestellte Bühne (noch eine Entscheidung des im April verstorbenen Ausstatters Rolf Langenfass). Die Inszenierung besticht durch liebevolle Details und wie aus dem Nichts gezauberte Ideen, etwa das Pferd Rosinante und Sancho Pansas Esel. Mit den wenigen Habseligkeiten des Dichters als Requisiten blüht zwei Stunden lang das Theater.
Erwin Windegger erweist sich mit seiner faszinierenden Bühnenpräsenz als Idealbesetzung für den "Ritter von der traurigen Gestalt". Stimmlich und darstellerisch lassen auch Daniel Prohaska (Diener) und Karin Filipcic (Aldonza/Dulcinea) keine Wünsche offen, sind zudem veritable Sympathieträger. Jeder im tatkräftigen Ensemble hat schöne Momente, stellvertretend seien Roger Murbach und Uschi Plautz erwähnt. Das Grazer Philharmonische Orchester unter Michael Brandstätter ist auf dem Punkt. Ein stimmiger Abend für Ohr, Auge und Fantasie. Hingehen bzw. raufgehen!
(Kleine Zeitung, Christian Ude)