Michael Boder
Michael Boder war von September 2008 bis zum Ende der Saison 2011/2012 Musikdirektor am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Ab der Saison 2012/2013 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Berater der Königlichen Oper Kopenhagen.
Er studierte an der Hamburger Musikhochschule und in Florenz. Anschließend war er Assistent von Michael Gielen an der Oper Frankfurt. Mit 29 Jahren wurde er Generalmusikdirektor der Basler Theater, wo er eine Vielzahl von Produktionen, darunter einen Mozart/Da Ponte-Zyklus in der Inszenierung von Herbert Wernicke, dirigierte. Gleichzeitig gastierte er – vornehmlich Werke von Verdi und Puccini – an den Opernhäusern von Hamburg, München, Berlin, Köln, Zürich und London.
1996 gab er sein Debut an der Wiener Staatsoper mit einer Wiederaufnahme von Wozzeck. Dort folgten“ Die Frau ohne Schatten“,“ Elektra „ und „Die Meistersinger von Nürnberg“, sowie Neuproduktionen von „Lulu“, „Jakobsleiter“ und „Gianni Schicchi“.
Hinzu kommen Verpflichtungen an der Semperoper Dresden („Der Ring des Nibelungen“, „Der Rosenkavalier“, „Elektra“, „Die Frau ohne Schatten“, „Œdipe“), an der Bayerischen Staatsoper München („Lulu“), am National Theatre in Tokio („Fidelio“, „Der fliegende Holländer“), in San Francisco („Wozzeck“, „Der fliegende Holländer“, „Der Ring des Nibelungen“), Köln („Aus einem Totenhaus“) und bei der Ruhrtriennale („Moses und Aron“). In Barcelona leitete er u.a „Chowanschtschina“, „Salome“, „Parsifal“, „Le Grand Macabre“ und jüngst „Pelléas et Mélisande“. In Planung sind „Drei Schwestern“ von Peter Eötvös am Opernhaus Zürich und „The Fairy Queen“ an der Deutschen Staatsoper Berlin sowie Dirigate an der Wiener Staatsoper und am Theater an der Wien.
Zu den Uraufführungen, die Michael Boder bislang geleitet hat, zählen: Aribert Reimanns „Das Schloss“ an der Deutschen Oper Berlin und dessen „Medea“ an der Wiener Staatsoper, „Ubu rex“ von Krzysztof Penderecki und Manfred Trojahns „Was Ihr wollt“ an der Bayerischen Staatsoper München, „Faust“ von Luca Lombardi in Basel, Friedrich Cerhas „Der Riese vom Steinfeld“ an der Wiener Staatsoper und schließlich „Phaedra“ von Hans Werner Henze und „Faustus“. „The Last Night“ von Pascal Dusapin an der Deutschen Staatsoper Berlin.
Gleichermaßen gefragt ist Michael Boder als Konzertdirigent. So dirigiert er regelmäßig Orchester wie: Berliner Philharmoniker, Königliche Kapelle Kopenhagen, Gulbenkian Orchester Lissabon, Ensemble Modern, RSO Wien, Wiener Symphoniker, Saitokinen Festival Orchestra, Tokyo Philharmonic Orcestra und Tokyo Symphony Orchestra.
Sein Debut an der Oper Graz gab Michael Boder in der Spielzeit 2011/2012 mit“ Elektra“. 2012/2013 dirigiert er hier das Eröffnungskonzert sowie die Neuproduktion von „Manon Lescaut“.